Wir erblickten das Licht dieser Welt.
Betraten unser Leben.
Ganz gleich wo -
- ob unter einem Sternenhimmel
- im Wohnzimmer unserer Eltern
- in einem Geburtshaus
- einer Klinik
- oder wo auch immer.
Ein jeder von uns wurde geboren.
Wir alle haben dieses Leben begonnen. Haben angefangen uns selbst und unsere Umwelt wahrzunehmen. Konnten aufeinmal Gesichtszüge, Stimmen und Gerüche zuordnen. Haben das erste mal gelächelt - ganz unbewusst - und konnten es später nicht mehr verbergen, sobald uns ein geliebter Mensch ins Gesichtsfeld kam.
Plötzlich konnten wir unseren Kopf halten. Lernten zu sitzen - ganz ohne nach links oder rechts zu kippen. Konnten Gegenstände berühren und bewegen. Haben gelernt uns zu bewegen. Vom Strampeln - zum krabbeln - bis auf unsere Füße. Und dann konnten wir gehen.
Wir haben gebrabbelt - immer mehr - immer lauter - voller Energie. Haben Wörter gelernt - laut Aussage unserer Eltern so gut wie jeden Tag ein neues. Das ist natürlich übertrieben - und doch kam es wie ganz von allein. Zusammenhängende Wörter und ganze Sätze.
Wir lernten andere Menschen kennen - nicht nur Mama und Papa - da gab es auf einmal Geschwister, Cousinen, Tanten, Onkel, Verkäufer, Busfahrer, Erzieher und so so viel andere Kinder.
Wir erlebten den ersten Tag im Kindergarten - knüpften Kontakte - ganz automatisch.
Bereits wenig später waren wir groß und stolz. Hielten eine Zuckertüte in der Hand so schwer und beinah so groß wie wir selbst.
Wir standen früh morgens auf. Lebten unser Leben. Wurden größer, älter und strebten dem Erwachsen werden jeden Tag ein wenig mehr entgegen.
Ein jeder von uns beschritt diesen Weg. Diesen Verlauf.
Der eine in einer armen - der andere in einer finanziell besser gestellten Familie.
Der eine mit starken - der andere mit schwachem Immunsystem.
Der eine mit vielen - der andere mit wenigen Freunden.
Der eine mit wenig - der andere mit viel Erfolg.
& ganz gleich welch Momente dieser Weg für uns bereit hielt - wir alle sind ihn gegangen. Ein jeder von uns hatte tiefe Phasen - Momente in denen alles oder jeder unfair wirkte. Doch genauso hatte jeder von auch die bekannten "Hoch´s" - Momente in denen wir vor Freude nicht mehr aus dem Grinsen herauskamen und unser Herz nicht mehr gefüllt mit Glücksmomenten hätte sein können.
Nachdem du diesen Text nun überflogen oder gar jedes Wort in dich aufgenommen hast - bitte ich dich ihn noch einmal zu lesen. Ihn noch einmal zu lesen und mir dann eine Frage zu beantworten:
"Wenn du all dies erlebt hast - du geboren wurdest und es bis hierher geschafft hast - wie kannst du es dann zulassen, dass ein Anderer die Macht besitzt dir das Gefühl zu vermitteln, dass du nicht gut genug wärst/ nicht genug wert wärst um weiterhin dabei zu sein - dabei zu sein und das Beste aus dir heraus zu holen ?"
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